Das Lovcen Gebirge erstreckt sich von der Bucht von Kotor bis nach Cetinje mit seiner höchsten Erhebung dem Stirovnik mit 1749m kenntlich an den Sende- und Empfangseinrichtungen auf seinem Gipfel.
Mitten im Lovcen Nationalpark befindet sich am Gipfel des Jezerski Vrh mit seinen 1657m das imposante Mausoleum des Bischofs Petar Petrovic Njegos errichtet 1971-1974 nach Ideen von Ivan Mestrovic. Ein Gebäude, das schon 1845-1846 hier zu Ehren des Onkels von Njegos, St. Peter von Cetinje, errichtet worden war, begründete den Kult um die Petrovic-Dynastie und den Lovcen als Identifikationsfläche Montenegros. Nach einem Aufstieg durch einen Tunnel über 461 Stufen gelangt man auf die Plattform, die in den Eingangsbereich aus grauschwarzem Marmor führt. Ein Brunnen flankiert von zwei Karyatiden, Mutter und Tochter symbolisierend, grenzen den Innenraum mit der Njegos-Statue ab. Eine Treppe führt in die Krypta. Auf dem Grabdeckel mit der Inschrift Njegos 1813-1851 findet sich ein Relief mit Doppeladler, Löwen und Kreuz. Von der Rückseite des Mausoleums gelangt man entlang eines Pfades zu einem Rondeau, von wo aus man einen tollen Überblick über Montenegro von Nordwesten zum Südosten hat. Dieses Rondeau selbst steht stellvertretend für für einen traditionellen sozialen und wirtschaftlichen Treffpunkt in bäuerlichen Gesellschaften an dem das Getreide gedroschen wurde. Einziger Wermuthstropfen ist das saisonbedingte Massenauftreten von Weichkäfern, die einem zu Hunderten begleiten.
Vom Lovcen führt die teilweise sehr schmale Panoramastraße nach Kotor. Als Entschädigung für die Mühen werden atemberaubende Ausblicke in die Bucht von Kotor geboten. Nach unzähligen Serpentinen passiert man den Vorort Skaljari, der Namensgeber für einen der beiden großen Mafiaclans Montenegros ist.

















