Bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt Montenegros- heute nur mehr Amtssitz des Präsidenten. Gelegen am Fuße des Lovcen -Gebirges mit ca. 15000 Einwohnern. Am Ende der großzügigen Fußgängerzone gelangt man in den historisch interessanten Teil von Cetinje mit dem von Vladika Danilo Petrović errichteten Kloster. Ein paar Gehminuten entfernt befindet sich die von Njegos errichtete Biljarda, so genannt nach dem Billardtisch, den der Vladika dort aufstellen ließ. Das angeschlossene Lapidarium ist leider gesperrt -wie auch das nur durch einen Park getrennte Historische- und Kunstmuseum vor sich hindämmert und trotz angekündigter Offnungszeiten verschlossen bleibt. Beim Rückweg zur Fußgängerzone kann man jedoch ein kleines aber feines Ethnologisches Museum besichtigen. Nach einer kurzen Wanderung vorbei am Kloster, erreicht man das Grabmal von Danilo mit beeindruckendem Rundblick über den Karst. Erwähnenswert wären noch das ehemalige Botschaftsgebäude von Frankreich und die K.u.K. Österr.-Ungar. Botschaft. Sonst überwiegt der Eindruck eines eher dörflichen Ambiente, was wahrscheinlich am mangelnden finanziellen Engagement der Regierung liegt, dem etwas verschlafenen Ort aber keinen Abbruch tut.